Durchleuchtet und Durchschaut?

Per Knopfdruck zum gläsernen Patienten



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Ob in der Diagnose oder Pflege: Durch den Einsatz modernster Technik und das Erfassen und Verknüpfen von Daten können medizinische Verfahren individualisiert, optimiert und bessere Ergebnisse für die Patienten erzielt werden. Was aber, wenn plötzlich Google mehr über den eigenen Gesundheitszustand weiß, als einem lieb ist? Oder wenn eine öffentlich gewordene Krankenakte die Karriere verbaut?

Wie lassen sich Datenschutz und Persönlichkeitsrechte mit einem digitalen Gesundheitssystem in Einklang bringen?  Was gewinnen wir durch technische Innovationen? Und: Wie „gläsern“ will der Patient von morgen sein?

Fishbowl-Diskussion
09.10.2014, 19 Uhr

Universitätskirche St. Petri zu Lübeck
Petrikirchhof 1
23552 Lübeck

Moderation:
Dr. Iris Klaßen, Wissenschaftsmanagerin

Was ist eine Fishbowl-Diskussion?
Bei einer Fishbowl-Diskussion sitzen in der Mitte eines Raumes Expertinnen und Experten in einer Runde. Das Publikum sitzt um diese herum und verfolgt zunächst das Gespräch. Anschließend sind alle eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Möchte jemand etwas zur Diskussion beitragen, so kann einer der beiden freien Plätze im Innenbereich eingenommen werden.


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Diskussion vor Ort: 09.10.2014, 19 Uhr, Lübeck
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Das sagt Lübeck
Fortschritt und Innovation dürfen nicht durch einen möglichen Missbrauch gehemmt werden!

Chancen, Risiken und offene Fragen aus Sicht der Bürger in Lübeck: Die Ergebnisse der Fishbowl-Diskussion haben wir hier dokumentiert.



Prof. Barkhausen 2_1
Prof. Dr. med. Jörg Barkhausen
Die Möglichkeiten bleiben oft ungenutzt

Die Digitalisierung hat viele Bereiche der Medizin in den letzten Jahren grundlegend verändert, und entscheidende Fortschritte wären ohne den Einsatz dieser Techniken nicht möglich gewesen. Trotzdem nutzen wir immer noch nur einen Bruchteil der Möglichkeiten, den diese Techniken bieten. Wir müssen aber das Potenzial der digitalen Informationen voll ausschöpfen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.



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Prof. Dr. rer. nat. Jeanette Erdmann
Beim Datenschutz geht es auch um Eigenverantwortung

Sicher ist, dass nur wer sich wirklich informiert von den zukünftigen Entwicklungen profitieren wird. Das Recht auf Nichtwissen muss dabei aber unberührt bleiben. Wichtig ist, dass jeder früh lernt, Eigenverantwortung für seine Daten zu übernehmen. Dies gilt für jedwede Informationen, natürlich auch für genetische Daten.



Im Labor von Riechforscher Madany
Prof. Dr. rer. nat. Amir Madany Mamlouk
Aufklärung und Transparenz vereinfachen den Umgang mit der Datenerfassung

Moderne Technologien bieten viele Chancen und Möglichkeiten, bergen aber immer auch viele Risiken und Gefahren. Mindestens ebenso wichtig wie Aufklärung und Transparenz bei den datenerfassenden Institutionen ist ein konstruktiver und verantwortungsbewusster Umgang mit den eigenen Daten durch die zukünftigen Nutzer und Patienten.



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Prof. Dr. rer. nat. Heinz Handels
Die moderne Technik ermöglicht eine stärker personalisierte Medizin

In einer zunehmend digitalisierten Patientenbehandlung kommt dem Datenschutz eine immer größere Bedeutung zu. Neue Untersuchungsmöglichkeiten z.B. durch weiterentwickelte Bildgebungsgeräte oder  genetische Analysen ermöglichen neue Einblicke in das Innere des menschlichen Körpers, die diagnostisch und therapeutisch neue Möglichkeiten für eine stärker personalisierte Medizin  eröffnen. Zugleich wachsen durch ihren Einsatz die patientenbezogenen Datenmengen dramatisch an, wodurch neue Herausforderungen für Patienten, Ärzte und die Medizinische Informatik entstehen.


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DIE DISKUSSION GEHT WEITER!

Auch nach unserer Fishbowl-Diskussion können Sie sich zum Thema austauschen: Wir freuen uns über Ihre Fragen und Kommentare!

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  • Martin Gora

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