Das Netz und ich

Bin ich online noch ich selbst?



Die Digitalisierung unserer Gesellschaft führt auch zu einer verstärkten Digitalisierung der eigenen Identität. Profile in sozialen Netzwerken, mehrere elektronische Postfächer oder aber die Verwendung einer Vielzahl von User-Namen gehören mittlerweile zum Alltag. Aus dem Leben vieler ist all dies kaum noch wegzudenken.

Wohin führt diese Entwicklung? Wie wirken sich die neuen Medien auf die Entwicklung unserer Persönlichkeit und unser Sozialleben aus? Verhalten sich Digital Natives – also junge Menschen, die mit dem Netz groß geworden sind – anders als Digital Immigrants, die Vieles erst erlernen müssen?

Wissenschaftliches Nachtcafé 
06.10.2014, 19:30 Uhr

Schlaues Haus Oldenburg
Schlossplatz 16
26122 Oldenburg

Moderation: Ulrike Nehls, Oldenburger Hörfunk- und Fernsehredakteurin

Was ist ein Wissenschaftliches Nachtcafé?
Im Wissenschaftlichen Nachtcafé bringen wir Bürger mit Experten ins Gespräch. Nach einem Impulsvortrag tauschen sich die Teilnehmenden in angenehmer Caféhaus-Atmosphäre in kleiner Runde an ihren Tischen aus. Dort entwickeln sich Fragen und Ideen, die im Anschluss in großer Runde diskutiert werden.


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Diskussion vor Ort: 06.10.2014, 19:30 Uhr, Oldenburg
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Das sagt Oldenburg
Nimmt der digitale Einfluss wirklich Überhand?

Chancen, Risiken und offene Fragen aus Sicht der Bürger in Oldenburg: Die Ergebnisse des Wissenschaftlichen Nachtcafés haben wir hier dokumentiert.



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apl. Prof. Dr. Reinhard Schulz
Versuch einer Antwort auf die Frage, warum das Fragen aufgehört hat

Die nachwachsenden Generationen werden als „User“ sozialisiert und kommen aufgrund der Kompetenzorientierung der Bildungsinstitutionen mit dem Vokabular von Aufklärung und Emanzipation kaum noch in Berührung.



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Dr. Leif Kramp
Digitale Technologien werden zunehmend alternativlos

Kompetenz im Umgang mit den Möglichkeiten und Gefahren des Internets ist zur wichtigen Voraussetzung geworden, um in unserer zunehmend digitalen Gesellschaft zurechtzukommen.



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Gastblogger Ulf Buschmann
Leben mit dem Wischtelefon

So ist es eben. Nahezu jeder Mensch nutzt die digitalen Medien. Es ist ja schließlich einfach: Ein Klick und jede nur erdenkliche Funktion ist verfügbar. Internet, Apps, Smartphones sind heute genauso selbstverständlich wie Spülmaschine, Toaster und Auto. Und doch hat die Sache einen Haken: Kaum ein Mensch hinterfragt das, was er da alles in Gebrauch hat. Der Antrieb, sich selbst etwas zu erarbeiten und die Werte, die die Grundlage unserer Gesellschaft bilden, gehen dabei flöten.




DIE DISKUSSION GEHT WEITER!

Auch nach unserem Nachtcafé können Sie sich zum Thema austauschen: Wir freuen uns über Ihre Fragen und Kommentare!

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2 Comments

suquman
4 years ago


Blogspot, Facebook, LinkedIn, Pinterest, Twitter, Youtube, Xing et al erlauben jedem Internetnutzer sich und andere in einer Weise darzustellen wie es früher nur den mächtigsten vorbehalten war. Insofern führt die online Identität weniger zu etwas an sich neuem, sondern vor allem zu einer Demokratisierung der Selbstdarstellung.

suquman
4 years ago


Das verkabelte Internet war nur ein kleiner Schritt im Vergleich zur “always-on” Generation des mobilen Internets. Mobil besteht immer und sofort die Möglichkeit zur Informationsbeschaffung, Ablenkung und des Abtauchens in eine von der räumlichen Wirklichkeit getrennte Welt und Sozialisation. Den Einfluß dieser Störfaktoren auf die akademische und wissenschaftliche Arbeit derzeitiger und zukünftiger Generationen würde ich gerne verstehen, habe aber den Eindruck, daß die Erkenntnisse zu diesen Veränderungen noch sehr lückenhaft sind. Wie z.B. bereitet man in der Welt der Kurznachrichten und konstanter Ablenkung Schüler und Studenten auf konzentrierte, umfassende geistige Arbeit vor?



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